Blick in die Ausstellung.

Die Poesie der Welt

06.09.2016 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Jubiläumsausstellung Arno Rink und Rudolph Distler in Aschau

Vor einem Vierteljahrhundert wurde der Kunstverein „Kunst und Kultur zu Hohenaschau“ gegründet, und genau so lang ist der Maler Rudolph Distler künstlerischer Leiter dieser Institution. Er hat den Verein zu einem angesehenen Forum für Malerei, Zeichnung und Druckgrafik im Süden Bayerns gemacht, doch nur wenige Sammler und Freunde kennen die Werke, die Distler selber in diesen 25 Jahren geschaffen hat. Das Jubiläum ist also ein guter Anlass, um wieder einmal die Gemälde und Papierarbeiten Distlers, die innerhalb der gegenständlichen Malerei eine bestimmte Position markieren, in Aschau zu zeigen und mit dem malerischen Werk von Arno Rink, das einer ganz anderen gegenständlichen Poetik folgt, zu kombinieren.

Rudolph Distler kann reale Dinge mit subtilsten pinseltechnischen Finessen so sinnlich suggestiv und atmosphärisch überzeugend vors Auge heben, dass jede farbige Digitalfotografie vergleichbarer Motive in ihrer fotomechanischen Überkorrektheit im Vergleich leer und austauschbar aussehen würde. Distler hat die vielfältigen Landschaftsformen und die atmosphärischen Stimmungen seiner Wahlheimat, des Chiemgaus, quasi osmotisch aufgesogen, um sie auf dem Papier oder auf der Leinwand immer wieder auf überzeugende Weise neu zusammenzusetzen.

Arno Rink kann heute schon als Klassiker der gegenständlichen Malerei in Deutschland gefeiert werden. Als einer der Urväter der Neuen Leipziger Schule und als Lehrer von Kunstmarktgrößen wie Neo Rauch zählt er zu den großen Stillen im Land, die unabhängig von politischen Geschehnissen und von den Wandlungen des Kunstbetriebs ihre Form der Malerei zur Meisterschaft weiterentwickelt haben. Immer stand bei ihm die menschliche Figur im Mittelpunkt des bildnerischen Geschehens. Vernissage ist am 23. September um 19.30 Uhr in den Räumen von Kunst und Kultur .

Die Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch 16 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag 16 bis 19 Uhr, Sonntag 10 bis 12 und 16 bis 19 Uhr Die Ausstellung endet am 23. Oktober 2016. Gottfried Knapp

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