Ein Großaufgebot des Volkstheaters Flintsbach bringt den „Glockenkrieg“ auf die Bühne. Fotos: re

„Der Glockenkrieg“ von Alois Johannes Lippl

09.06.2015 • Aktuelles, Kultur, Landkreis Rosenheim

Volkstheater Flintsbach mit dem bayerischen Schelmenstück – Premiere am Samstag, 13. Juni, 20 Uhr

Das Volkstheater Flintsbach bringt mit dem Glockenkrieg von Alois Johannes Lippl ein bayerisches Schelmenstück auf die traditionsreiche Bühne. Das ursprünglich als Fernsehfilm und Hörspiel konzipierte Stück, wurde vom langjährigen Theaterspieler Martin Goldes bearbeitet und wird nun erstmals auf einer Bühne zur Aufführung gebracht.

Der Autor Alois Johannes Lippl ( 1903 – 1957) war Bayer durch Geburt und Abstammung, Europäer dem Geist nach und als praktizierender Katholik der christlichen Tradition verpflichtet. Lippl war Theaterintendant und Redakteur, er schrieb Theaterstücke, Drehbücher und Hörspiele, inszenierte an den verschiedensten Bühnen, beim Bayerischen Rundfunk und beim Film. In seinem Nachlass fand sich folgende Lebensbeschreibung: „…Wenn ich schreibe, denke ich nicht so sehr an das, was mich in meinem Leben ärgerte, lähmte oder bedrückte, sondern mehr an die helleren glücklicheren Bereiche, die sich mir auftaten. Das ist nun kein billiger, rosaroter Optimismus, kein simples Hinweghüpfen über die oft raue Wirklichkeit: es ist einfach der Glaube, dass die Menschen am Guten und Schönen mehr Freude haben als am Schlechten und Hässlichen. Und dass man ihnen so vielleicht doch die Augen und Herzen auftun kann dafür, dass die Welt doch nicht so übel ist, wie sie von manchen verschrien wird, denn schließlich und endlich ist sie ja doch eine Schöpfung Gottes.“

Diese Lebenssicht hat auch seine Theaterstücke geprägt, zu denen bayerische Klassiker, wie der „Holledauer Schimmel“ oder die „Apostelwascher“ zählen. So wird auch im „Glockenkrieg“ trotz allen Haders am Ende die Welt wieder ins rechte Licht gerückt. Auch die notwendige Prise Humor darf niemals fehlen.

Der Glockenkrieg handelt von den benachbarten Ortschaften Schellenberg und Summering. Die beiden Ortschaften sind wegen der Schellenberger Glocken zerstritten: Im dortigen Kirchturm hängt das größere „Geläut“ und die Summeringer bilden sich ein, dass dadurch Hagelunwetter auf ihre Felder und Wiesen getrieben werden. Die Jugend beider Ortschaften schert sich wenig um den Streit der Alten. Über die Grenze, die der Satzbach bildet, werden zukünftige Ehebande geknüpft.

Doch als dann auch noch ein lange dauernder Prozess wegen eines Waldstücks endgültig verloren ist, geraten die Summeringer Gemeinderäte so sehr in Wut, dass sie die Brücke über den Satzbach, die Verbindungsbrücke beider Gemeinden, in einer Nacht- und Nebelaktion abreißen.

Die Heiratsabsichten der jungen Burschen von Schellenberg und der feschen Madln von Summering sollen durch ein Heiratsverbot verhindert werden.
Das lässt sich die Jugend glücklicherweise nicht gefallen. Mit Liebe, so mancher List und mit Hilfe der beiden Pfarrherren und dem Amtsrichter aus der Kreisstadt, bringen sie die alten Sturköpfe schließlich zur Vernunft und alles zu einem guten Ende.

Premiere ist am Samstag, 13. Juni, 20 Uhr

Karten können per Fax, 0 80 34/90 83 85, oder online unter www.volkstheater-flintsbach.de bestellt werden. An der Theaterkasse gibt es sie von Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0 80 34/83 33.
Zusätzlich ist die Abendkasse an den Spieltagen ab 19 Uhr besetzt.
Weitere Termine und Infos unter www.Volkstheater-flintsbach.de.

Die Darsteller und ihre Rollen

Die Summeringer
Simon Roßkopf (Bürgermeister):
Andreas Bauer
Thea Roßkopf (seine Frau): Maria Goldes
Blasius Hackler (Metzger u. Gemeinderat):
Bernhard Obermair
Cilli Hackler (seine Frau): Johanna Astner
Josef Putz (Bauer u. Gemeinderat):
Georg Feicht
Leni Putz (seine Frau): Irmi Schmid
Raimund Wispaur (Bauer u. Gemeinderat):
Toni Obermair
Anna Wispaur (seine Frau):
Heidi Sieraczewski
Moni Roßkopf (Bürgermeisterstochter):
Magdalena Huber
Lisl Hackler (Metzgerstochter):
Margaretha Astner
Resl Putz (Bauerntochter):
Magdalena Schober
Fanni Wispaur (Bauerntochter):
Pia Sieraczewski
Franz Bruckner (Pfarrer): Thomas Mayer
Ludwig Pollinger (Mesner):
Dietmar Sieraczewski
Creszenzia Wamper (Pfarrersköchin):
Marianne Kraus
Die Schellenberger:
Sebastian Hitzinger (Bürgermeister):
Franz Huber
Walburga Hitzinger (seine Frau):
Lydia Huber
Nepomuk Haflinger (Bäcker u. Gemeinde-
rat): Walter Wons
Matthias Vaitshofer (Bauer u. Gemeinderat):
Dieter Hoffmann
Jakob Mittnacht (Bauer u. Gemeinderat):
Michael Obermair
Lois Haflinger (Bäckerssohn):
Wolfgang Obermair
Schorsch Mittnacht (Bauernsohn):
Simon Obermair
Hias Vaitshofer (Bauernsohn):
Matthias Obermair
Ferdl Hitzinger (Bürgermeisterssohn):
Florian Huber
Xaver Hindringer (Dekan): Martin Obermair
Ursula Schindler (Pfarrersköchin):
Petra Huber
Ignaz Moosgruber (Postbote):
Martin Obermair
Tobias Nagler (Mesner): Bernhard Sanftl
Quirin Nagler (Mesnerbub): Marinus Astner
Dammerl Nagler (Mesnerbub): Wasti Schmid

Schellenberger Musikanten:
Georg Astner, Michael Astner
Thomas Astner, Seppi Huber
Schellenberger Kinder:
Eva Sanftl, Anna Sanftl, Katharina Kraus
Christina Obermair
Das Amtsgericht
Eustachius Dobler (Amtsrichter):
Hans Stocker
Modest Schimmler (Amtsdiener):
Anton Deininger

 

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