Stabwechsel: Landrat Wolfgang Berthaler, selbst 17 Jahre Feuerwehr-Kommandant begrüßte Richard Schrank (Bildmitte) im Rosenheimer Landratsamt und wünschte ihm viel Glück im neuen Amt. Vorgänger Sebastian Ruhsamer (rechts) bedankte sich zum Abschied für die hervorragende Zusammenarbeit.

Das Leben ohne Martinshorn

09.07.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Kreisbrandrat Ruhsamer übergab sein Amt an Richard Schrank

Die 117 freiwilligen Feuerwehren und eine Werksfeuerwehr im Landkreis Rosenheim haben einen neuen Chef. Der Kolbermoorer Richard Schrank übernahm das Amt des Kreisbrandrats von Sebastian Ruhsamer. Von Landrat Wolfgang Berthaler gab es zum Abschied viel Lob.

Berthaler sprach von einem Freund, der sich durch seine Art und seine Arbeit viel Anerkennung erwarb. Ruhsamer traf, trotz der oft notwendigen Eile, nie eine Fehlentscheidung und er hatte das Glück, dass keiner der Einsatzkräfte zu Schaden kam. Dieses Glück wünschte der Landrat auch seinem Nachfolger Richard Schrank.
Um den jetzt ehemaligen Kreisbrandrat Ruhsamer zu beschreiben, reicht ein Blick in das Jahr 2002. Damals brach er seinen Kroatien-Urlaub ab, fuhr fünf Stunden hach Hause und half beim Hochwasser in Prien. Durch seine umfassende und vielfältige Einsatzerfahrung wusste Ruhsamer selbst in schwierigen Lagen immer Rat. In seine 18-jährige Amtszeit fielen drei Katastrophenfälle, einige Unwetter wie im vergangenen Jahr in Riedering, drei Busunfälle auf Autobahnen und zahlreiche Großbrände.

Auch unabhängig von den Einsätzen kann sich die Bilanz von Sebastian Ruhsamer sehen lassen: 193 Neufahrzeuge wurden angeschafft, darunter 37 Mehrzweckfahrzeuge, 72 Löschfahrzeuge und sechs Drehleitern. Sie kosteten 40 Millionen Euro, wovon der Freistaat 8,2 Millionen übernahm, den Rest zahlten die Gemeinden. 30 Feuerwehrgerätehäuser wurden neu gebaut und 28 erweitert oder umgebaut.

Sein Nachfolger Richard Schrank, zuletzt Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor, tritt in große Fußstapfen. Er kann aber auf das Vertrauen seiner Kameraden bauen, denn Schrank machte sich nicht nur innerhalb der Feuerwehren einen Namen, sondern auch in seiner Heimatstadt Kolbermoor, beispielsweise durch seine umsichtige Führung während der Hochwasser-Katastrophe vor einem Jahr. Das Vertrauen seiner Kameraden spiegelt sich zudem im Ergebnis der Wahl zum Kreisbrandrat im Mai wider. Trotz dreier Gegenkandidaten stimmten von den anwesenden Kommandanten von 112 Freiwilligen Feuerwehren sowie dem Leiter der Werksfeuerwehr von Mondi in Raubling 65 für Schrank.

Related Posts

Comments are closed.

« »