Dämpfer bei Existenzgründungen

02.04.2019 • Aktuelles, Kurznachrichten

Weniger Neugründungen und Übergaben in Stadt und Landkreis

Nach dem Aufwärtstrend in den letzten Jahren sind die Existenzgründerzahlen in der Region Rosenheim im vergangenen Jahr wieder gesunken, teilt die IHK für München und Oberbayern mit.
Insgesamt meldeten 2018 2974 Personen ein Gewerbe an, im Jahr davor waren es noch über 3100 Anmeldungen. In der Stadt sind die Neugründungen um 7,9 Prozent und die Betriebsübergaben an einen Nachfolger um 1,1 Prozent zurückgegangen. Im Landkreis waren es minus 4,1 Prozent bei den Gründungen und minus 12,1 Prozent bei den Übergaben.

Die IHK führt den Rückgang in erster Linie auf die weiterhin gute Konjunktur zurück: „Der Arbeitsmarkt in der Region bietet nahezu Vollbeschäftigung. Damit sinkt erfahrungsgemäß das Interesse an einer unternehmerischen Selbstständigkeit“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. Gleichzeitig beobachtet die IHK aber einen Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, indem Interessierte verstärkt Angebote wie die Beratungsservices der Kammer nutzen. „Gut vorbereitet steigern die Existenzgründer ihre Erfolgsaussichten erheblich“, so Bensegger.

Er fordert insgesamt ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Außerdem müssen bereits in der Schule die Chancen und der Wert des Unternehmertums für die Gesellschaft diskutiert werden“, so der IHK-Vorsitzende. Der Rosenheimer Unternehmer betont die herausragende Rolle der Existenzgründer in der Wirtschaft: „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovationen und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge. Genauso sind alteingesessene Betriebe im Bestand gefährdet, wenn sich keine Nachfolger finden, die das unternehmerische Risiko übernehmen wollen.“

Die IHK-Gründerbilanz beruht auf Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik.

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