„Flexibell“von Künstlerin Jutta Burkhardt.

Bühne frei für experimentelle Kunst

14.11.2017 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Kunstverein Rosenheim veranstaltet zum dritten Mal Kunst-Film-Tage

Zum dritten Mal veranstaltet der Kunstverein Rosenheim die Kunst-Film-Tage, die sich dem experimentellen Film widmen. Gezeigt werden am Freitag, 17. November, und Samstag, 18. November, aktuelle Künstlerfilme, die in ihren Motiven und in ihrer Inszenierung abseits der Konventionen des Mediums und der Sehgewohnheiten des Publikums neue Ausdrucksmöglichkeiten erforschen. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Am Freitag, 17. November starten die Kunst-Film-Tage mit Filmen von Jutta Burkhardt und Herbert Nauderer. Jutta Burkhardt beschäftigt sich mit dem Thema Raum – der Erschaffung von eigenen Welten und Wirklichkeiten.

„Als Alltagsforscherin interessiert mich die ganz konkrete Suche nach den Ritzen, Spalten, Abgründen, nach wilden Auswüchsen in unserer Welt der Normative und Konventionen“, so Jutta Burkhardt.
In ihren Videos, die meist in installativen Zusammenhängen gezeigt werden, beschäftigt sie sich mit Konstruktion von Wirklichkeit und Identität sowie dem Einfluss der Werbeästhetik auf unsere Wahrnehmung.

Herbert Nauderer arbeitet als Künstler und Musiker. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet seit langem die Zeichnung. Seit einigen Jahren wird dieser Zeichnungskosmos im Zyklus „Mausmannsland“ installativ durch Objekte, Fotocomposings und Videoloops ergänzt. Seit 2015 entstehen auch eigenständige Filmprojekte. So zum Beispiel aktuell der circa 15-minutige Kurzfilm „Parasite Island“, ein düsterer, bildgewaltiger Film von abgründigem Witz und zarter Poesie, in dem unter anderem die renommierten Schauspieler Sibylle Canonica und Josef Bierbichler mitspielen.
Am Samstag, 18. November stehen dann Filme von Birgit Scholin und dem Team Birthe Blauth, Klaus Erich Dietl und Stephanie Müller auf dem Programm.

Birgit Scholin ist Animationskünstlerin. Die Tristesse ihrer Puppentrickfilme erinnert an die Animationsfilme der Brothers Quay. Scholin gelingt es, durch viele subtile Gesten ihre Charaktere zum Leben zu erwecken und eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen.
Während einer Residency in der Ukraine im Sommer 2015 lernten sich die Künstlerin Birthe Blauth und das KünstlerInnenduo Klaus Erich Dietl und Stephanie Müller kennen. Dort beschlossen sie, eine dreiteilige Werkgruppe namens „Blendwerk“ zu erarbeiten. Bei allen ihren Arbeiten geht es um das Motiv „Fassade“.

Bei den Vorführungen sind die Künstler vor Ort anwesend.

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