Viel Bewegungsfreiheit für die Kinder

28.07.2020 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Kindergarten-Anbau in Großholzhausen wurde Mitte Juni bezogen

Obwohl der Kindergarten-Anbau in Großholzhausen bereits im Mai fertiggestellt war, durften wegen der Corona-Pandemie die Kinder der „Käferlgruppe“ erst Mitte Juni ihren neuen „Käferlbau“ beziehen. Diese Kleinkindgruppe besteht derzeit aus 15 Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren. „Die Erweiterung des bisherigen zweigruppigen Kindergartens wurde notwendig, um den größeren Betreuungsbedarf in Großholzhausen und Umgebung für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr möglich zu machen“, so die Leiterin Christiane Helmel.

Damit sich die insgesamt drei Gruppen aus dem Bestands- und Anbau nicht in die Quere kommen, haben sich außer der „Käferlgruppe“ die „Mäuse- und Igelgruppe“ vorübergehend in den tiefen Wald zurückgezogen, um den Betrieb während den Hygiene- und Abstandsvorschriften besser aufrechterhalten zu können.

Besonders die Gartensituation sieht Helmel in der Corona- Zeit schwierig, da sich die Gruppen untereinander nicht treffen sollen und im Freien nicht gemeinsam spielen und herumtollen dürfen. „Deshalb haben wir uns entschieden, die schönen Sommertage im Wald zu verbringen. Die alljährlich fest im Konzept verankerten Waldtage sind bei den Kindern eh sehr beliebt und durften deshalb besonders in diesem Jahr nicht fehlen“, erklärt die Leiterin. „Durch Fortbildungsmaßnahmen ist es den Betreuern möglich, für die Kinder unter anderem einen Waldseilgarten aufzubauen. Dort wird geklettert, geschaukelt, geträumt und balanciert. „Alles coronasicher an der frischen Luft“, ist der Vorteil für die jeweils 25 „Mäuse“ und „Igel“, die ihre „Waldlager“ soundso weit voneinander aufgeschlagen haben.
Für den Anbau im gemeindeeigenen Kindergarten nimmt die Gemeinde Raubling viel Geld in die Hand. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kämmerer Stefan Gschwendtberger auf 913 000 Euro. Zuschüsse werden insgesamt in Höhe von 510 000 Euro erwartet, die sich aus Förderungen durch den Freistaat mit 305 000 Euro und 205 000 Euro durch den Bund im Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zusammensetzen. Die Räume bieten für diese Altersgruppe die notwendige Bewegungsfreiheit, und auch die sanitäre Anlage wurde mit Wickelstation passend dafür gebaut. Zur Freude aller können die beiden Räume durch eine flexible Trennwand geöffnet werden, sodass auch die Möglichkeit besteht sich zu bestimmten Anlässen mit allen 65 Kindern, die die Einrichtung besuchen, zu treffen, sofern es die Corona-Pandemie wieder zulässt. ru

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