Ausschreibung startet noch dieses Jahr!

25.07.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Bau der Aicher-Park-Brücke trotz schwieriger Geologie möglich

Nach mehreren Versuchsreihen mit Probepfahlbelastungen zum Nachweis der Tragfähigkeit des Bodens in der Praxis steht fest: Die Aicher-Park-Brücke kann auch unter den schwierigen geologischen Rahmenbedingungen des Rosenheimer Beckens wie geplant gebaut werden.

Allerdings bedarf es hierzu ergänzender Maßnahmen bei der Gründung des Projekts. Neben besonderen Anforderungen an die Herstellung der rund 200 Bohrpfähle sind sogenannte Drainagebohrungen zur Entwässerung des Baugrunds erforderlich und das Einbringen sogenannter Verdrängungspfähle anzuordnen. Dadurch wird gewährleistet, dass im besonders setzungsempfindlichen Seeton des Rosenheimer Beckens die erforderlichen Mantelreibungswerte erreicht werden und damit eine ausreichende Tragfähigkeit über die Reibung zwischen der Oberfläche der Bohrpfähle und dem anstehenden Boden nachgewiesen werden kann.
In den nächsten Monaten bis zum Start des europaweiten Vergabeverfahrens gilt es nun, das Gründungsgutachten der Technischen Universität München mit den endgültigen Vorgaben bezüglich der Geologie bzw. der Gründung der Brücke abzuschließen, die Ergebnisse in die Planunterlagen einzuarbeiten, die Ausschreibungsunterlagen anzupassen und schließlich die Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zum Bauwerksentwurf und damit zum Start des Vergabeverfahrens einzuholen.
Die baugrundbedingten Verzögerungen bei der Ausschreibung des Bauwerks wirken sich auch auf den weiteren Bauablauf der Westtangente Rosenheim aus. Wie berichtet wurde für den Bau für die Westtangente Rosenheim zeitbestimmenden 650 Metarlangen und rund 33 Millionen Euro teuren Aicher-Park-Brücke über die Mangfall, den Mangfallkanal und das Gewerbegebiet Aicher-Park ursprünglich eine Bauzeit von rund drei Jahren veranschlagt, die sich angesichts der zusätzlichen Gründungsarbeiten voraussichtlich um ein halbes Jahr verlängern wird. Ausgehend von einem Baubeginn im Herbst 2018 und unter Berücksichtigung der im Anschluss an den Brückenbau noch durchzuführenden Restarbeiten wird sich die Fertigstellung der Westtangente Rosenheim daher voraussichtlich auf Ende 2022 verschieben. Das Bauamt wird alle Möglichkeiten, die sich im Rahmen des Vergabeverfahrens und der Bauabwicklung ergeben, ausschöpfen, die Gesamtfertigstellung der Westtangente Rosenheim so früh wie möglich zu erreichen.

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