Asche – Wolken – Blüten

20.06.2017 • Aktuelles, Kultur

Ausstellung mit Werken des Malers Cornelius Völker

 

Eine Ausstellung mit Werken des Malers Cornelius Völker gibt es beim Kunstverein Rosenheim. Vernissage ist am Freitag, 23. Juni, um 19 Uhr. Nach der Begrüßung von Elisabeth Mehrl, Vorsitzende des Kunstvereins Rosenheim führt Daniel Schreiber, Direktor des Buchheim Museums, in die Ausstellung ein.
Zu sehen ist die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Kunstvereins in der Klepperstraße 19 bis 30. Juli jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag von 14 bis 17.30 Uhr und Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr. Am Sonntag, 9. Juli, gibt es um 11 Uhr eine Führung mit Dr. Olena Balun, Vorstand des Kunstvereins Rosenheim.
Cornelius Völker (geboren 1965 in Kronach) genießt den Ruf eines der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen figurativen Malerei sowohl in Deutschland als auch international. Der Gegenstand seiner Werke sind alltägliche, auf den ersten Blick unspektakuläre Dinge, denen er durch starke Farbigkeit und große Formate eine neue Bildwürdigkeit verleiht.
Eine abgebrannte Kerze, ein Häufchen Asche, überdimensionale Schokoladentafeln, auf dem Boden verstreute Kleidungsstücke, im Wasser zerstreute Blütenblätter, Wundpflaster mit Spuren der Körperflüssigkeiten und menschliche Körper in Nahansicht – Bauchnabel, Brustwarzen, ausgestreckte Hälse – gehören zu Völkers Repertoire.
In einer Zeit, in der die Welt immer stärker durch Bildschirme wahrgenommen wird, die Bilderflut überhand nimmt und unsere Aufmerksamkeit zunehmend schwindet, gibt Völker den gewöhnlichen, alltäglichen Dingen und Situationen eine neue Gültigkeit.
Zudem lässt sich hinter den vermeintlich nebensächlichen, geschichtslosen Motiven eine ganze Bandbreite kunsthistorischer Epochen erkennen. Seine Stillleben mit Fleisch werden von Kunsthistorikern mit barocken Vanitas-Stillleben verglichen und Blütenbilder mit Monets Seerosen.
Die Vergleiche lässt der Künstler zu, denn er sieht sein Oeuvre als Teil der großen künstlerischen Tradition.
Für die Rosenheimer Ausstellung hat Völker den poetischen Titel „Asche – Wolken – Blüten“ gewählt und ephemere, schwer greifbare Motive in den Vordergrund gerückt, die schon seit Jahrhunderten zahlreiche Künstler beschäftigen. Neben dem Thema der Flüchtigkeit, die es festzuhalten gilt, stellen sie auch eine technische Herausforderung für jeden Maler dar.
Cornelius Völker zeigt sich auch hier als ein hervorragender Kolorist, der mit schwierigen Strukturen und mit der Auflösung der Form in der Malerei gut umgehen kann. Diese Werke balancieren an der Schwelle zur Abstraktion und werden dadurch zur Manifestation der Malerei selbst.

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