Von links: MdB Daniela Ludwig, MdB Klaus Barthel, GO Michael Vontra, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur Dr. Nicole Cujai, MdEP Maria Noichl, MdL Otto Lederer.

Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Fokus

27.12.2016 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Abgeordnete besuchen die Agentur für Arbeit

Die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, Dr. Nicole Cujai, hatte die Bundestags-, Landtags- und Europaparlamentsabgeordneten, deren Wahlkreis in den Agenturbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach) reicht, zum „Arbeitsmarktgespräch mit der Politik“ eingeladen. Cujai an die Gäste gewandt: „Schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind, zeigt es doch, dass die Themen rund um den Arbeits- und Ausbildungsmarkt, aber auch die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte von regionaler und überregionaler Bedeutung für politische Mandatsträger sind. Ich freue mich Ihnen in diesem Jahr Michael Vontra, unseren neuen Geschäftsführer operativ (GO), vorzustellen. Er hat die Stelle am 1. November in direktem Anschluss an Jakob Grau angetreten, der in Pension gegangen ist.“
Begrüßen konnte die Agenturleiterin die Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig (CSU) und Klaus Barthel (SPD) sowie Maria Noichl (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments und den Landtagsabgeordneten Otto Lederer (CSU), der trotz der vorangegangenen Marathon-Sitzung im Landtag den Termin wahrgenommen hat.

Alle Gesprächsteilnehmer zeigten sich zufrieden mit der Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Cujai dazu: „Etwas Sorgen bereitet jedoch der Ausbildungsmarkt: Immer mehr Betriebe erhalten nicht die gewünschten Bewerber und für so manchen Berufszweig fehlen die jugendlichen Schulabgänger ganz, da Jugendliche verstärkt einen höheren Schulabschluss mit einem anschließenden Studium anstreben. Gerade hier können Unternehmen von Menschen mit Fluchtgeschichte profitieren: Viele von ihnen sind jünger als 25 Jahre und kommen ohne abgeschlossene Ausbildung nach Deutschland. Sie haben aber den starken Willen einen Berufsabschluss zu erwerben.“ Die Agenturleiterin nennt als Beispiel das Programm „Step by Step in die betriebliche Ausbildung“, das die Agentur für Arbeit in Kooperation mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für Asylberechtigte sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit großer Bleibeperspektive anbietet. „Die jungen Menschen besuchen einen Deutschkurs. Anschließend haben wir mehrere Programme im Angebot, um sie bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen und an den Ausbildungsmarkt heran zu führen, mit dem Ziel, dass sie in einer dualen Ausbildung bei einem Unternehmen einmünden“, erklärt Cujai.
Die Agenturleiterin weiter: „Auch die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte in Arbeit ist und bleibt eine große Aufgabe für uns. Dabei bieten wir für sie die gleichen Unterstützungsmaßnahmen an wie für alle Arbeitnehmer, beispielsweise die Probearbeit beim Arbeitgeber oder den sogenannten Eingliederungszuschuss.“ Als spezielles Förderinstrument für Menschen mit Fluchtgeschichte nennt Cujai die Maßnahme „Kommit“ (Kooperationsmodell mit berufsanschlussfähiger Weiterbildung), bei dem sie ähnlich engmaschig betreut werden wie die Jugendlichen im Programm „Step by Step in die betriebliche Ausbildung“.

Als dritte wichtige Säule der Unterstützung von Menschen mit Fluchthintergrund bei der Arbeitsaufnahme nennt die Agenturleiterin die neuen Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM).
Am Schluss wurde ein Ausblick in das Jahr 2017 geworfen. Alle waren sich einig, dass sich der Arbeitsmarkt des Agenturbezirks Rosenheim weiterhin positiv entwickeln wird und der gewinnbringende direkte Informationsaustausches zwischen Arbeitsagentur und Politik beibehalten werden soll.

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