Diese drei Frauen bilden derzeit den Vorstand des Vereins: Christiane Cremer, Christiane Bierner und Christina Dietz (von links).

Anonym, kostenlos, persönlich und parteilich

11.11.2014 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Kompetente Beratung, Begleitung und Präventionsarbeit

Seinen Ursprung hat der Verein in einer Initiative dreier engagierter Frauen aus der Region: Vroni Engel, Josefine Lechner und Manuela Denneborg. Sie wollten sich mit körperlicher und seelischer Gewalt gegen Frauen und mit dem damit verbundenen großen Tabu einfach nicht mehr abfinden. Nach einer öffentlichen Veranstaltung zu diesem Thema 1987 erfolgte 1989 die Gründung des Vereins ,,Frauennotruf Rosenheim e.V.“ und die Aufnahme der Beratungstätigkeit.
Und das zunächst unter schwierigen Bedingungen, wie sich Gründungsfrau Manuela Denneborg bei ihrer Rede anlässlich des Jubiläums erinnerte: Die ersten Gespräche mit rat- und hilfesuchenden Frauen führte man auf den privaten Telefonanschlüssen. Der Tätigkeit des Notrufs begegneten viele Außenstehende eher skeptisch. Ob denn diese Einrichtung nötig sei oder nicht gar ein ,,Bedarf geschaffen“ werde, argwöhnten manche. Bedenken, die man sich heute so gar nicht mehr vorstellen kann, angesichts der allseits gesellschaftlich anerkannten bitteren Realität: Frauen und Kinder werden auch hier in Deutschland, auch hier in der Region Opfer von seelischer und körperlicher Gewalt. Und sie brauchen Hilfe und Unterstützung in der akuten Notsituation und einfühlsame, kompetente Begleitung, um sich aus diesen komplexen Problemlagen zu befreien.

Am Anfang einer jeden Beratung steht der erste Anruf: – ehrenamtliche Mitarbeiterinnen nehmen diesen entgegen, hören zu, können erste Auskünfte geben und stellen dann den Kontakt zu den Fachkräften her. Die Sozialpädagoginnen der Fachstellen ,,Beratung für Frauen“ und ,,Beratung gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen“ stehen dann als vertrauliche und erfahrene Beraterinnen den Ratsuchenden zur Seite, anonym, kostenlos, persönlich und parteilich.

Sie führten im Jahr 2013 1007 Beratungsgespräche wegen oder mit Klientinnen, 156 betroffene Frauen und 20 Kinder und Jugendliche wandten sich hilfesuchend an den Frauen- und Mädchennotruf. Je nach Wunsch und Bedarf der Ratsuchenden begleiteten die Sozialpädagoginnen zu Ärzten, Anwälten, Polizei oder Behörden. Intensiv und vertrauensvoll arbeitet der Verein dabei im Interesse seiner Klientinnen mit zahlreichen anderen Verbänden und Institutionen, etwa dem Frauenhaus, dem Kinderschutzbund, dem Dolmetschernetz oder auch der Beauftragten der Polizei für Frauen und Kinder zusammen.

,,Proaktive Beratung bei häuslicher Gewalt“

Gemeinsam mit den Polizeiinspektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim führt der Frauen-und Mädchennotruf seit 2010 das Projekt ,,Pro-Aktive Beratung bei Häuslicher Gewalt“ durch. Mit ihm erreichen die Mitarbeiterinnen des Notrufes Frauen, die wohl von sich aus nicht den Weg zur Beratungsstelle gesucht hätten. Gemeinsam mit der Männerberatungsstelle Südostbayern können seit einem Jahr in Einzelfällen Paargespräche angeboten werden, die helfen sollen, die vielschichtigen Probleme zu beleuchten und zu klären, ob die Beziehung noch weitergeführt werden kann.

Neben der konkreten Beratungstätigkeit setzte der Frauen- und Mädchennotruf schon immer auch auf die Präventionsarbeit: Bereits 1993 begannen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen damit, an Schulen Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren, Grenzen verletzendes Verhalten wahrzunehmen, einzuordnen und sich auch einer Vertrauenspersonen mitzuteilen.

Fortbildung für Lehrkräfte

Die Fachstelle Prävention gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen führten allein im vergangenen Jahr 2013 an elf Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim altersspezifisch abgestimmte Projekte in 20 Klassen durch. In zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen des Vereins konnten sich zum Beispiel Lehrkräfte aber auch Kindergarten-Mitarbeiterinnen zum Thema sexueller Missbrauch umfassend informieren, ebenso wie Erziehungsberechtigte bei Elternabenden an den Schulen. ff

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