Achtung, Radler: Schon gewusst?

16.05.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Radfahrer müssen ihr Fahrrad über den Zebrastreifen schieben

Immer wieder kommt es in Rosenheim zu Unfällen zwischen Radfahrern und Kraftfahrzeugen an Fußgängerüberwegen, den sogenannten Zebrastreifen. Unklar für die Radfahrer scheint zu sein, dass sie ihr Fahrrad beim Überqueren des Zebrastreifens zu schieben haben. Radfahrer nutzen Zebrastreifen häufig in dem Glauben Kraftfahrzeuge auf der Fahrbahn müssten auch ihnen bei der Querung den Vorrang ermöglichen. Sie genießen hier jedoch keine Sonderstellung, da der Fußgängerüberweg laut § 26 StVO ausschließlich für Fußgänger vorgesehen ist. Radfahrer haben unabhängig von ihrer Fahrgeschwindigkeit anders als Fußgänger auf einem Zebrastreifen keinen Vorrang. Vielmehr müssen sie absteigen und das Fahrrad schieben. Wollen sie radfahrend den Fußgängerüberweg überqueren, sind sie gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr wartepflichtig. Dabei spielt das Alter des Radfahrers keine Rolle. Kommt es zu einem Unfall, trifft dem Radfahrer mindestens eine erhebliche Mitschuld. Im Einzelfall kann auch eine Alleinschuld des Radfahrers gegeben sein kann, wenn sich der Unfall für den Pkw-Fahrer als unvermeidbar herausstellt. Generell sei laut Gericht zu beachten, dass Radfahrer, die Fußgängerüberwege radfahrend (nicht schiebend) benutzen, im Unrecht sind.

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