Von links: Landrat Wolfgang Berthaler, die Kommandanten Jörg Benkel (Flintsbach) und Stefan Zimmermann (Aham), Kreisbrandrat Richard Schrank und Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher. Foto: re

6000 Liter pro Minute

24.10.2016 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Landkreis Rosenheim schafft zwei weitere Hochleistungspumpen an

Im Hochwasserfall stehen im Landkreis Rosenheim ab sofort vier Hochleistungspumpen zur Verfügung. Landrat Wolfgang Berthaler und Kreisbrandrat Richard Schrank übergaben heute kürzlich die Pumpen Nummer drei und vier an die Feuerwehren in Flintsbach und Aham, in der Gemeinde Eiselfing. Stellvertretend für ihre Wehren nahmen sie die Kommandanten Stefan Zimmermann aus Aham und Jörg Benkel aus Flintsbach entgegen.

Der Landrat erinnerte daran, dass er bei der Übergabe der zweiten Hochleistungspumpe an die Feuerwehr Leonhardspfunzen den Wunsch äußerte, in jeder der vier Kreisbrandinspektionen eine solche Pumpe zu haben. Berthaler bedankte sich bei den Gemeinden und den Feuerwehren für ihre Bereitschaft, die Pumpen zu nehmen und im Einsatz zu bedienen. Er wünschte den Feuerwehrlern möglichst wenige Einsätze, äußerte aber auch die Befürchtung, dass die Pumpen in Zukunft öfter gebraucht werden. Ihre Anschaffungen sind sinnvoll angelegtes Geld, so Berthaler.

Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher und Kreisbrandrat Richard Schrank stellten in ihren Ansprachen die Frauen und Männer in den Mittelpunkt, die sich bereit erklärten, die Handhabung der Pumpen zu lernen und zukünftig immer wieder zu üben. Wir brauchen Leute, die handwerklich gut sind und die damit umgehen können, meinte Schrank. Als weiteres wichtiges Kriterium nannte der Kreisbrandrat die Ausdauer, da das im Hochwasserfall meist schlechte Wetter den Einsatz erschwert. Bürgermeister Lederwascher sagte: „Vielen Dank für Eure Zeit, die ihr hier hineinsteckt“.

Der katholische Pfarrer Andreas Lederer freute sich, den kirchlichen Segen erteilen zu dürfen, das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Weiter meinte er, wir segnen nicht nur die Gerätschaften, sondern auch die Frauen und Männer, die damit umgehen.

Die mobilen Hochleistungspumpen sind auf einem Anhänger montiert. Angetrieben von einem Verbrennungsmotor arbeiten sie vollkommen autark und können nicht nur bei Überschwemmungen, sondern beispielsweise auch bei einer überlasteten Kanalisation oder zur Zuführung von Löschwasser eingesetzt werden. Für den Einsatz in Wohngebieten ist der Motor mit einer Schalleinhausung versehen. Die neuen Pumpen kosteten jeweils gut 53 000 Euro. Sie haben eine Förderleistung von 6000 Litern pro Minute. Die bereits vorhandenen zwei Hochleistungspumpen sind bei den Feuerwehren Au in Bad Feilnbach und Leonhardspfunzen in Stephanskirchen stationiert. re

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